Ulrich Schneider erläuterte im dritten thematischen Aufriss, inwiefern Armutsbekämpfung die Wirtschaft stärken kann. Verfügbarkeit, Bau und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist abhängig von ökonomischem Handeln und wirtschaftspolitischen Bedingungen. In seinem Vortrag beschäftigte er sich mit den Fragen, welche wirtschaftlichen Entscheidungen dabei von Bedeutung sind, welche wirtschaftspolitischen Voraussetzungen, Förderungen und Regeln es zu schaffen gilt, um wirksame und schnelle Maßnahmen gegen den Mangel an bezahlbaren Wohnraum zu forcieren und wie die gezielte Förderung von Menschen mit kleinem Geldbeutel dazu führen kann, dass auch die Wirtschaft angeregt werden kann.

Es wurde deutlich, dass gezielte Förderung einkommensschwacher Haushalte nicht nur soziale, sondern auch ökonomische Effekte hat. Wenn Menschen mehr Geld für Konsum, Bildung und Gesundheit zur Verfügung haben, profitieren lokale Wirtschaftskreisläufe und der Arbeitsmarkt. Eine gerechte Einkommens- und Sozialpolitik kann so zu einer stabilen und nachhaltigen Wirtschaftsstruktur beitragen.

Der Beitrag machte deutlich, dass Wachstum und Gerechtigkeit keine Gegensätze sind. Im Gegenteil: Eine Politik, die Armut reduziert, soziale Sicherheit stärkt und faire Wohnbedingungen schafft, legt den Grundstein für eine zukunftsfähige Wirtschaft.